ALT-Real (2021)

Bedrohungen durch Verschwörungsmythen und wie wir ihnen begegnen können

Hintergrund des Projekts ALT-Real

Fake News und Verschwörungsmythen gehören gerade in Zeiten ständig zugänglicher Online-Propaganda zum Kern extremistischer Kommunikationsstrategien. Im Rahmen von Radikalisierungsprozessen Jugendlicher und junger Erwachsener spielt extremistische Propaganda, die auf solche Strategien zurückgreift, eine zentrale Rolle.

Verbreitet werden die extremistischen Angebote vornehmlich über Social Media wie aktuell z.B. über Facebook, Instagram, Twitter oder YouTube. Weil der Gebrauch der verschiedenen Plattformen einem ständigen und immer schnelleren Wandel unterliegt, fühlen sich Eltern, aber vor allem auch Menschen, die sich im professionellen pädagogischen Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen befinden, häufig überfordert.

Pädagogisches Personal verfügt oftmals nicht über die Ressourcen, um sich intensiv mit den aktuellen Trends, Themen und Formen der Online-Kommunikation und den Gefahren, die von extremistischen Inhalten ausgehen, auseinanderzusetzen. Über was Jugendliche und junge Menschen sich wo informieren und welche Kanäle sie dafür nutzen, bleibt für diese Gruppen häufig nur schwer erkennbar.

 

Das Wissen um extremistische Ideologien und Strategien sowie, damit einhergehend, um das Erkennen eines problematischen Mediennutzungsverhaltens von jungen Menschen stehen im Rahmen jeder Intervention in Radikalisierungsverläufe an erster Stelle (Sensibilisierung). Danach folgt das pädagogische Vermögen, adäquat auf gefährdete junge Menschen zuzugehen (Handlungssicherheit).

 

Dies stellt Pädagog*innen vor große Herausforderungen: Extremistische Kommunikation im Netz ist einem stetigen Wandel unterworfen. Kulturelle Codes stammen dabei meist aus Jugend- und Netzkulturen, die Älteren unbekannt sind, und daher im Zweifel nicht als problematisch auffallen. Dabei sind es oft wiederkehrende (verschwörungsmythische) Narrative, die bei der Radikalisierung Jugendlicher eine wichtige Rolle spielen, die aber hinter euphemistischen Begriffen, oder Phänomenen der Onlinekommunikation (z.B. Memes) verborgen bleiben.

Daher setzt die tagesaktuelle inhaltliche Auseinandersetzung mit solchen Inhalten ein grundlegendes Wissen über diese Kulturen und auch das Nutzungsverhalten Jugendlicher voraus.

 

 

Schwerpunkt und Nutzen von ALT-Real

Das Projekt „ALT-Real“ bietet pädagogischen Fachkräften, insbesondere Lehrer*innen, in digitaler Form Informationen und Handlungsorientierung zum Thema Verschwörungserzählungen seitens

extremistischer Akteur*innen (sowohl aus dem politischen als auch religiös begründeten Extremismus). Aktuelle Trends sowie Möglichkeiten des pädagogischen Umgangs im Sozialraum Schule werden 

 

  1. in dem trägereigenen Podcast „modus|extrem“
  2. einer Online-Handreichung sowie
  3. einem interaktiven Austauschformat inkl. Beratung im Netz dargestellt und diskutiert.

 

So wird Wissen über verschwörungsideologische Inhalte, propagandistische Verwertung und extremistische Rekrutierungsstrategien an Personen, die im direkten Kontakt zu mutmaßlich radikalisierungsgefährdeten Jugendlichen stehen, transportiert und die Möglichkeit zum Austausch für die Zielgruppe geschaffen, um in Zukunft professionell reagieren zu können.

 

Sie brauchen Rat?

Unsere Projektmitarbeiter*innen stehen Ihnen gerne beiseite!

Sie erreichen Sie unter folgender Emailadresse:

altreal@modus-zad.de

Das Projekt ALT-Real wird gefördert vom Hessisches Informations- und Kompetenzzentrum gegen Extremismus, im Rahmen des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus”.

Projektinfo

ALT-Real
Laufzeit: 01|2021 – 12|2021

 

Online-Publikation

Die Website der Online-Handreichung befindet sich noch im Aufbau. Infos folgen in Kürze.

Team:

Dr. Friedhelm Hartwig

Michèle Leaman

Sören Musyal

Julia Straßer

 

E-Mail:
altreal@modus-zad.de

 

Telefon:
+49 30 40 75 51 20