Reassure

Das Researcher Security, Safety and Resilience Projekt

Hintergrund

Die akademische Forschung zu Online-Extremismus und Terrorismus birgt einzigartige Risiken. Eines davon ist die wiederholte Exposition gegenüber belastenden Inhalten, beispielsweise der detaillierten Analyse von Tausenden von Videos oder Bildern, die von ISIS erstellt wurden. Ein weiteres ist das Potenzial, von illegalen Akteur*innen online und offline durch Doxing, Trolling oder materielle Bedrohungen angegriffen zu werden. Bisher gab es für Forscher*innen nur wenige Anleitungen, wie sie mit psychischen Problemen umgehen können, die durch wiederholtes Betrachten von gewalttätigem und anstößigem Material verursacht wurden, oder auch mit den Herausforderungen, virtuell und physisch sicher zu bleiben. Es gibt bisher auch keine umfassende Studie zu diesen Herausforderungen und Risiken.

Das Researcher Security, Safety and Resilience Projekt (REASSURE) befasste sich genau damit. REASSURE dokumentierte Fragen des Wohlbefindens von Forscher*innen, wie sie von diesen selbst erlebt wurden.

REASSURE entwickelte Strategien, um diese Probleme anzugehen. REASSURE griff dabei auf die Wissensbasis verwandter Bereiche, einschließlich Strafverfolgung, Technologieunternehmen und Journalismus, zurück, um eine Charta für Ethik und Sicherheit von Forscher*innen (CARES) zu erstellen. Diese wurde auf Forscher*innen zugeschnitten, die im Bereich Online-Extremismus und Terrorismus tätig sind.

Wer ist REASSURE?

Neben modus|zad sind die anderen Projektpartner*innen VOX-PolHedayah und CYTREC von der Swansea University. Das Projekt wurde während im TASM 2019 Projekt-„Sandkasten“ entwickelt und war eines von zwei Projekten, welches ausgewählt wurde, eine kleine Förderung zu erhalten, die sich aus der Finanzierung durch das CHERISH Digital Economy Center der Swansea University sowie Facebook ergibt.

Wie ist das Projekt entstanden?

Das Thema des Wohlbefindens und der Sicherheit von Forscher*innen der Terrorismus- und Extremismusforschung wurde bereits auf einem gemeinsamen CYTREC-VOX-Pol-Workshop „Ethik in der Terrorismusforschung“ an der Swansea University im April 2018 angesprochen. Ein zentrales Thema dieser Veranstaltung war die Selbstfürsorge von Forscher*innen. Die Teilnehmer*innen berichteten von Stress, anderen Schäden für ihr geistiges und emotionales Wohlbefinden, potenziellen Sicherheitsrisiken sowie von einem Mangel an vorhandenen Leitlinien für den Umgang mit diesen Faktoren.